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Wie wird Governance-Kommunikation umgesetzt?

Stand: Redaktion governance-risk-and-compliance.de

Inhalt

Governance-Kommunikation beschreibt, wie Kommunikationsprozesse im Rahmen der Leitungs- und Kontrollstrukturen einer Organisation, eines Unternehmens oder einer öffentlichen Einrichtung gestaltet und umgesetzt werden. Ziel sind transparente, verantwortungsvolle und effiziente Kommunikationswege nach innen und gegenüber externen Stakeholdern wie Investoren, Aufsichtsbehörden, Kunden und Öffentlichkeit.

Einordnung und Abgrenzung

Governance-Kommunikation gehört meist zur Corporate Governance (Leitung und Überwachung von Unternehmen) und wird teilweise auch der Organisationskommunikation zugeordnet. Von der allgemeinen Unternehmenskommunikation unterscheidet sie sich durch ihren Fokus auf Governance-Strukturen und -Prozesse und die damit verbundenen Informationsbedürfnisse.

Wege der Umsetzung

  • Regelgebundene Kommunikation: Im Vordergrund steht die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und Standards wie der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU. Dazu gehört die Berichterstattung über Finanzen, Risikomanagement und Compliance-Themen.
  • Strategische Ausrichtung: Unternehmensziele, Strategien und Richtlinien werden über interne und externe Kanäle vermittelt, damit die Governance konsistent und transparent wirkt.
  • Dialog mit Stakeholdern: Beschäftigte, Kunden, Investoren und Öffentlichkeit werden über verschiedene Plattformen einbezogen, um Vertrauen aufzubauen, Rückmeldungen einzuholen und auf Bedenken zu reagieren.
  • Krisenkommunikation: Ein Krisenkommunikationsmanagement, das aktuelle oder drohende Krisen schnell und klar anspricht, gehört ebenfalls dazu.

Beispiel aus einem deutschen Unternehmen

  • Alle Kommunikationsmaßnahmen erfüllen die Anforderungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und weiterer relevanter Vorschriften.
  • Entscheidungen von Vorstand oder Aufsichtsrat werden mit einer abgestimmten Kommunikationsstrategie begleitet.
  • Für Aktionäre und Investoren finden Informationsveranstaltungen statt.
  • Ein internes System ermöglicht die Meldung und Bearbeitung von Compliance-Verstößen.

Voraussetzungen

Governance-Kommunikation muss in der gesamten Organisation gelebt und regelmäßig auf Wirksamkeit überprüft werden. Neben der korrekten Verbreitung von Informationen gehört dazu die Sensibilisierung und Schulung der Beschäftigten in Governance-Fragen. Klare, konsistente und zeitnahe Informationen unterstützen die Compliance und stärken Vertrauen und Glaubwürdigkeit einer Organisation.

Häufige Fragen zu Governance-Kommunikation

Was versteht man unter Governance-Kommunikation?

Den Austausch einer Organisation im öffentlichen Sektor oder in der Privatwirtschaft mit ihren Stakeholdern. Er soll Transparenz, Verantwortlichkeit und Mitwirkung ermöglichen, indem Informationen über Entscheidungen, Richtlinien und Veränderungen klar und verständlich geteilt werden.

Wie beginnt man mit der Umsetzung?

Mit einer klaren Strategie, die festlegt, was kommuniziert wird, an wen sich die Botschaften richten und über welche Kanäle sie laufen. Zudem werden die Ziele der Kommunikation bestimmt und festgelegt, wie der Erfolg gemessen wird.

Welche Rolle spielen digitale Medien?

Eine große. Sie ermöglichen eine schnelle, direkte Kommunikation mit einer breiten Öffentlichkeit. Soziale Medien, Websites und E-Mail-Verteiler machen Informationen zugänglich und erleichtern es, Rückmeldungen einzuholen.

Wie wird Governance-Kommunikation inklusiv und zugänglich?

Durch barrierefreie Angebote, klare und verständliche Sprache, Informationen in mehreren Formaten wie Text, Audio und Video sowie in mehreren Sprachen und die aktive Beteiligung von Minderheiten und Gruppen mit besonderen Bedürfnissen.

Welche Schwierigkeiten treten häufig auf?

Widerstand gegen Veränderungen in der Organisation und bei den Zielgruppen sowie die Wahrung von Konsistenz und Glaubwürdigkeit, besonders in Krisen. Sorgfältige Planung und laufende Bewertung der Kommunikationsstrategie helfen.

Wie misst man den Erfolg?

Mögliche Indikatoren sind die Beteiligung der Stakeholder, ihre Zufriedenheit mit den erhaltenen Informationen und Veränderungen in Verhalten oder Einstellung der Öffentlichkeit zu bestimmten Themen. Umfragen, Feedback-Formulare und die Auswertung von Interaktionen in sozialen Medien liefern die Daten.

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