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Was ist eine externe Revision?

Stand: Redaktion governance-risk-and-compliance.de

Inhalt

Eine externe Revision, auch externe Prüfung oder externes Audit genannt, ist die unabhängige Überprüfung der Finanz- und Geschäftsprozesse eines Unternehmens durch eine außenstehende Stelle. Sie soll die Richtigkeit und Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung bestätigen. Bedeutung hat sie vor allem für Aktionäre, Investoren, Gläubiger und andere Anspruchsgruppen, die auf geprüfte Informationen angewiesen sind. Die Planung der Prüfungen beschreibt der Beitrag zum Revisionsplan.

Ziel und Prüfer

Die externe Revision bewertet, ob die finanziellen Aufzeichnungen eines Unternehmens zutreffend sind und nach den anwendbaren Rechnungslegungsstandards erstellt wurden. Durchgeführt wird sie in der Regel von Wirtschaftsprüfern oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Ein gebräuchlicher Begriff ist in diesem Zusammenhang die Jahresabschlussprüfung durch den Abschlussprüfer. Ziel ist eine verlässliche Finanzberichterstattung, siehe den Beitrag zur finanziellen Integrität.

Ablauf

Die Prüfer untersuchen Finanzdokumente, bewerten die Wirksamkeit interner Kontrollen und führen Gespräche mit dem Management und bei Bedarf mit Beschäftigten. Auf dieser Grundlage erstellen sie einen Bericht über die Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung, der auch festgestellte Abweichungen oder Probleme benennt.

Abgrenzung zur internen Revision

Die interne Revision ist im Unternehmen angesiedelt und zielt auf die Verbesserung interner Abläufe und Kontrollen. Die externe Revision wird von einer unabhängigen dritten Stelle durchgeführt und richtet sich auf die externe Berichterstattung.

Gesetzliche Prüfungspflicht in Deutschland

Jahresabschluss und Lagebericht von Kapitalgesellschaften, die nicht klein im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB sind, müssen durch einen Abschlussprüfer geprüft werden (§ 316 Abs. 1 HGB). Ohne Prüfung kann der Jahresabschluss nicht festgestellt werden. Auch Konzernabschluss und Konzernlagebericht unterliegen der Prüfungspflicht (§ 316 Abs. 2 HGB).

Externe Audits zur Sicherstellung der Compliance

Externe Prüfer bewerten nicht nur Jahresabschlüsse, sondern auch, ob ein Unternehmen Gesetze, Branchenstandards und interne Richtlinien einhält. Beispiele sind die Prüfung des Jahresabschlusses nach HGB oder IFRS, die Überprüfung der Einhaltung von Datenschutzvorschriften wie der DSGVO und Audits nach Branchenstandards, etwa nach ISO-Normen. Wie eine Prüfung der Regelkonformität im Einzelnen abläuft, beschreibt der Beitrag zum Compliance-Audit.

Auch ein solches Audit beginnt mit einer Planung, die Umfang und Ziele festlegt. Danach sammeln und analysieren die Prüfer Daten, führen Interviews mit Beschäftigten und bewerten die Einhaltung der maßgeblichen Gesetze und Richtlinien. Der Bericht benennt Abweichungen und Risiken und enthält häufig Empfehlungen zur Verbesserung. Verbreitet sind externe Compliance-Audits vor allem in stark regulierten Branchen wie dem Finanz- und Bankwesen, der Pharmaindustrie, der Telekommunikation und dem Gesundheitswesen.

Externe Audits können beitragen zur:

  • Verbesserung der Transparenz und Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung
  • Aufdeckung von Schwachstellen und Risiken in den Betriebsabläufen
  • Ermittlung von Verbesserungspotenzial bei Compliance und Effizienz
  • Stärkung des Vertrauens von Investoren, Kreditgebern und anderen Anspruchsgruppen

Weil die Prüfer nicht zum geprüften Unternehmen gehören, haben ihre Ergebnisse gegenüber Aufsichtsbehörden und externen Anspruchsgruppen oft ein größeres Gewicht als interne Prüfungen. Aufgaben und Stellung der unternehmenseigenen Prüfungsfunktion beschreibt der Beitrag zur internen Revision.

Häufige Fragen zur externen Revision

Was versteht man unter einer externen Revision?

Eine externe Revision ist die unabhängige Überprüfung von Finanzberichten, Geschäftsprozessen oder Managementsystemen einer Organisation durch eine außenstehende Person oder ein externes Unternehmen. Sie soll bestätigen, dass die dargelegten Informationen zutreffen und geltende Standards und Vorschriften eingehalten werden.

Wer führt eine externe Revision durch?

In der Regel Wirtschaftsprüfer oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Sie verfügen über die Fachkenntnis und Unabhängigkeit für eine objektive Beurteilung und schaffen Vertrauen in die geprüften Informationen.

Welche Vorteile bietet eine externe Revision für ein Unternehmen?

Die Prüfung bestätigt die Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung, zeigt Verbesserungsmöglichkeiten in Prozessen und Systemen auf und stärkt das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und anderen Anspruchsgruppen.

Welche Unterschiede bestehen zwischen interner und externer Revision?

Die interne Revision wird von Beschäftigten des Unternehmens durchgeführt und soll Risikomanagement, Kontrollprozesse und Governance-Strukturen fortlaufend verbessern. Die externe Revision wird von unabhängigen Dritten durchgeführt und betrifft in der Regel die jährliche Prüfung der Finanzberichterstattung. Der wesentliche Unterschied liegt in der Unabhängigkeit des Prüfers.

Ist jede Firma gesetzlich zur Durchführung einer externen Revision verpflichtet?

Nein. Die Pflicht hängt von Rechtsform, Größe und Landesrecht ab. In Deutschland sind Kapitalgesellschaften prüfungspflichtig, die nicht klein im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB sind. Klein ist eine Kapitalgesellschaft, wenn sie mindestens zwei der drei Merkmale nicht überschreitet: 7,5 Millionen Euro Bilanzsumme, 15 Millionen Euro Umsatzerlöse, im Jahresdurchschnitt 50 Arbeitnehmer. Nicht prüfungspflichtige Unternehmen können freiwillig eine Prüfung beauftragen.

Wie bereitet sich ein Unternehmen auf ein externes Compliance-Audit vor?

Es überprüft seine internen Richtlinien und Verfahren und bringt sie auf den Stand der geltenden Gesetze und Standards. Dokumentationen und Aufzeichnungen werden geordnet und zugänglich gemacht. Regelmäßige interne Audits und Schulungen der Beschäftigten gehören ebenfalls zur Vorbereitung.

Welche Rolle spielt Technik bei externen Audits?

Software ermöglicht Datenanalysen, automatisiert die Erfassung von Compliance-Daten und erleichtert die Kommunikation zwischen Prüfern und geprüfter Organisation. So lassen sich Abweichungen und Compliance-Risiken gezielter erkennen.

Welche Rolle spielt die externe Revision im Kontext der Corporate Governance?

Die externe Revision trägt zur Transparenz und Rechenschaft der Unternehmensleitung bei. Die unabhängige Prüfung stärkt das Vertrauen von Aktionären, Gläubigern und Öffentlichkeit in die berichteten Ergebnisse und kann helfen, Fehlentwicklungen, Betrug oder Korruption aufzudecken.

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